Kreuzfahrt Kanaren – Madeira – Tag 1


Nachdem wir uns auf dem Schiff mit einem guten Frühstück gestärkt hatten, ging es auch schon an Land um die Schönheiten der Insel Madeira zu entdecken.

Bereits im Hafen erwartete uns die erste Überraschung. Neben den klassischen Doppeldeckerlinien der Stadtrundfahrt wurde nun auch zusätzlicher Shuttle zwischen dem Hafen und der Innenstadt eingerichtet.
Nun ist es nicht, dass man diesen Weg nicht zu Fuß bewältigen könnte. Wenn man jedoch noch ein ausgefülltes Tagesprogramm vor sich hat und nur begrenzte Zeit zur Verfügung steht, dann ist dies schon eine willkommene Entlastung und Zeitersparnis.
Ein weiterer Grund für alle Technik- und Oldtimerfans. Zum Einsatz kommen zwei hübsch restaurierte Mercedes Benz O309. Ein Fahrzeugtyp, der in den 70er und 80er Jahren eine beachtliche Karriere in Deutschland hinter sich hat. Er war beliebt als Clubreisebus für Gruppentouren und kam in ländlichen Gebieten mit begrenztem Fahrgastaufkommen besonders als Schul- und teilweise sogar als Linienbus zum Einsatz.
Die Mitfahrt konnten wir uns also nicht entgehen lassen.


Madeira - Funchal

Der Bus brachte uns dann direkt bis zur Talstation der Seilbahn nach Monte. Dort kann man direkt aus verschiedenen Ticketkombinationen wählen und es macht durchaus Sinn, sich vorher zu überlegen, was man machen möchte, denn einzeln können die Tickets deutlich teurer werden.

Wir entschieden uns für ein Hin- und Rückfahrtticket für beide Seilbahnen (Stadtzentrum – Monte und Monte – Botanischer Garten). Diese Kombination macht preislich auch dann Sinn, wenn man am Ende die Rückfahrt von Monte ins Tal nicht mehr nutzt und stattdessen mit dem Schlitten ins Tal fahren möchte.

Alternative für Preisbewusste:
Wer auf die Korbschlittenfahrt verzichten kann, der kann auch nur die Hinfahrt mit beiden Seilbahnen buchen. Man muss sich dann zuerst Monte anschauen, bevor man weiter zum botanischen Garten fährt. Der Garten hat im unteren Bereich einen zweiten Ein- und Ausgang. Hier warten zwar viele Taxis, wenn man an diesen vorbei geht, erreicht man aber linker Hand nach ca. 100m eine Bushaltestelle mit regelmäßigen Verbindungen in die Stadt.

Wir haben natürlich auch den botanischen Garten angeschaut, der mit seinen zahlreichen Blumen, Pflanzen, Kaktheen etc. aufwartet und eine schier endlose Zahl an verwinkelten Wegen und Pfaden bietet. Neben einem kleinen Terrassencafe gibt es auch ein, in einer alten Villa untergebrachtes, kleines Museum mit ausgestopften Vögeln, verschiedenen Gesteinen und präparierten Meerestieren.

Zurück in Monte haben wir erstmal ausgiebig Rast eingelegt. Etwas abseits eine Nebenstraße entlang gelangt man zur Bar Nikola. Ein uriges Lokal mit zwei liebenswerten alten Wirtsleuten die einen der besten Ponchas Madeiras zubereiten. Das ganze abseits der Touristenmassen zu günstigen Preisen.

Darüber hinaus ist in Monte die Kirche absolut sehenswert. Vom 1. Advent bis zum Dreikönigstag wird am Seiteneingang ein Holzanbau errichtet, welcher die wunderschöne Krippe beherbergt. (hier ein Foto aus 2014)

Madeira 2014

Nach der rasanten Abfahrt mit dem Korbschlitten ins Tal bleibt zu beachten, dass ihr hier nicht direkt bis in die Stadt gelangt. Die Strecke endet etwas oberhalb der Innenstadt und während die Schlittenfahrer mit einem Bus zurück nach Monte gebracht werden, bleibt euch nur ein strammer Fußmarsch nach unten oder eine kurze Taxifahrt.

Wir haben uns fürs Taxi entschieden und uns anschließend bequem zu Fuß durch die Innenstadt Funchals treiben lassen, die einen wieder ein ganzes Stück in Richtung Hafen führt.
Das letzte Stück zum Hafen führt einen über die Uferpromenade, die an sich zwar gut angelegt ist, aber keine nennenswerten Attraktionen zu bieten hat. Wem die Beine schwer werden, der findet hier aber auch stets Fahrradrikschas oder TukTuks für den letzten Kilometer bis zum Schiff.

Wir hatten einen wunderschönen Tag bei herrlichem Wetter in Funchal und hoffen, euch gefällt dieses Fleckchen Erde genau so gut wie uns.

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