Verirrt in Valencia

Unser Tagesbesuch mit der Explorer of the seas

Valencia gehört zweifelsohne zu den Städten in Spanien, die so einiges an sehenswertem zu bieten hat.

Ohne Zweifel ist aber auch, dass die Zeit im Rahmen eines Tagesbesuches mit einem Kreuzfahrtschiff viel zu knapp ist um nur ansatzweise die Schönheit und Vielfalt der Stadt zu entdecken.

Ein großes Problem ist, dass Kreuzfahrtgesellschaften einem meist nicht die Wahrheit über die Anbindung vor Ort sagen. Mitunter kauft man auf dem Schiff ein teures Shuttlebusticket und stellt dann fest, dass es an Land etliche andere Möglichkeiten gegeben hätte, ein anderes Mal verzichtet man auf den Kauf um sich dann an Land in einem riesigen Industriehafen wiederzufinden, ohne eine Möglichkeit diesen zu verlassen.

Roval Caribbean hatte uns an Bord mitgeteilt, dass die Shuttlebusse rund 40 Minuten bis in die Stadt fahren. Wir waren also schon auf das schlimmste vorbereitet, haben es aber dennoch gewagt uns auf eigene Faust auf den Weg zu machen. Auch weil wir befürchteten, das die Shuttlebusse unglaublich voll sein würden, was dann auch der Fall war.

Mit dem kostenlosen Hafenbus, ein paar Metern Fußweg und dem örtlichen Linienbus haben wir es in einer guten Stunde ins Zentrum geschafft. Das ganze zum Preis von 1,50€ pro Person.

Nicht versäumen sollte man einen Bersuch der Kathedrale de Santa Maria de Valencia. Um 3€ erleichtert und nach anstrengenden 207 Stufen auf den Kirchturm wurden wir mit einem grandiosen Blick über die Stadt belohnt.

Auch einen Besuch in der berühmten Markthalle Mercado Central wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Die große Überraschung stand uns aber auf dem Rückweg bevor.
Leider hatten wir bei der Beschilderung der Linienbusse etwas missverstanden und waren plötzlich in einem kleinen Stadtteil in Hafennähe gestandet, ohne zu wissen, in welche Richtung nun der Pier 2 liegt an dem unser Schiff festgemacht hatte.

Dank der Hilfsbereitschaft zweier einheimischer Lehrerinnen, die uns ein Taxi in den abgelgenen Stadtteil organisierten haben wir das Schiff dann mit knapp 10 Euro zusätzlicher Kosten doch noch rechtzeitig erreicht.

Leider war die Zeit schon knapp, denn wir hätten zu gern in diesem typischen Hafenstadtteil noch eine Einkehr in die gemütliche Bar gemacht, in der wir die beiden Lehrerinnen angesprochen und um Hilfe gebeten hatten.
Oft bekommt man diese urtypischen Ecken einer Stadt erst dann zu sehen, wenn Dinge anders laufen als sie geplant waren.
Aber auch und besonders solche Erlebnisse machen den Reiz am Reisen aus.

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